(p)DMS

Die DMS-Kontrolle ist eine verpflichtende Maßnahme bei der Behandlung von Extremitätenverletzungen. Dieses Verfahren dient der raschen Überprüfung möglicher Gefäß- oder Nervenschäden. Häufig wird auch die Abkürzung (p)DMS verwendet, da die Kontrolle in den äußeren Körperregionen erfolgt.
Zunächst wird die DMS durchgeführt, um den Verletzungsgrad zu erfassen. Es empfiehlt sich jedoch, sie mehrfach zu wiederholen. Um eine Verschlechterung oder behandlungsbedingte Fehler frühzeitig zu erkennen, erfolgt die DMS-Kontrolle vor und nach dem Anlegen einer Schiene oder eines Verbandes

 

Alle erhobenen Befunde müssen mit dem Gesamtbild bewertet werde

 (p) D

 ( periphere)

Durchblutung

  • Nagelbettprobe (Recap >2 Sekunden)
  • Hauttemperatur
  • Hautkolorit
  • Parästhesien
  • Hämatome

M

Motorik

  • ist die Bewegung von Fingern / Zehen noch im vollen Umfang möglich oder mit Einschränkungen

Unbedingt auf Komorbiditäten achten, die zu einer Bewegungseinschränkung führen können z.B. Arthritis urica

S

Sensibilität

  • Werden Berührungen an den Gliedmaßen gespürt

Unbedingt auf Komorbiditäten achten, die zu einer Empfindungseinschränkung führen können, z.B. diabetische Neuropathie